Zum Inhalt springen
ParisStadtführer
Paris in der Abenddämmerung von oben: der beleuchtete Eiffelturm über dem Häusermeer, rechts die vergoldete Kuppel des Invalidendoms, am Horizont die Hochhäuser von La Défense

Île-de-France · 48.8566° N, 2.3522° O

Paris
für den ersten Besuch

Kein Abhaken von Sehenswürdigkeiten. Ein Stadtführer für den ersten Besuch, der erklärt, welches Viertel zu welcher Stimmung passt — und wo man den Tag am besten ausklingen lässt.

Foto: Basile Morin · CC BY-SA 4.0

Die Stadt ist klein genug, um sie zu Fuß zu verstehen – und groß genug, um sich jeden Tag neu zu verlaufen.

Wer zum ersten Mal kommt, plant meist zu viel. Drei Tage, zehn Museen, ein Fußweg von Nord nach Süd. Dieser Führer schlägt das Gegenteil vor: ein Viertel pro Tag, ein langes Mittagessen, ein Museum, das wirklich interessiert.

Wir verkaufen nichts. Es gibt hier keine Buchungslinks und keine Provisionen — nur Einschätzungen, die auch dann gelten, wenn sie gegen den Besuch sprechen.

Beste Reisezeit: Mai–JuniAus Stuttgart: 3:10 Std.Sprache: Französisch

01 — Stadtviertel

Wähle deinen Tag

Die neu gepflasterte Fußgängerfläche der Place de la Bastille mit der Julisäule in der Mitte
4e / 11e / 12e

Bastille

Säule & Jachthafen

Julisäule, Jachthafen und zwei Markttage: ein Verkehrsknoten, den man seit 2021 wieder betreten kann.

Viertel ansehen

Die klassizistische Kirche Sainte-Marie-des-Batignolles von der Seite, davor die kahlen Bäume der Place du Docteur-Félix-Lobligeois
17e

Batignolles

Garten & Wochenmarkt

Ein englischer Garten, ein Biomarkt am Samstag und Straßen, in denen niemandem etwas verkauft wird.

Viertel ansehen

Straßenzug in Belleville mit Geschäften und Wohnhäusern im Osten von Paris
19e / 20e

Belleville

Street Art & Aussicht

Das Paris ohne Postkarte: bunt, laut, mit dem besten Sonnenuntergang.

Viertel ansehen

Enge Kopfsteinpflastergasse Passage Barrault mit niedrigen Häusern, roter Tür und einer efeubewachsenen Mauer
13e

Butte-aux-Cailles

Kopfsteinpflaster & Bad

Zwei Stockwerke hoch, weil der Boden darunter hohl ist – und ein Brunnen mit 28 Grad warmem Wasser.

Viertel ansehen

Fußgängerbrücke über den Canal Saint-Martin mit Bäumen an beiden Ufern
10e

Canal Saint-Martin

Späte Terrassen

Gusseiserne Brücken, Picknick am Wasser, Bars ohne Türsteher.

Viertel ansehen

Blick von oben die Rue du Faubourg-Saint-Antoine entlang zur Julisäule an der Bastille
11e / 12e

Faubourg Saint-Antoine

Höfe & Möbelwerkstätten

Die alte Möbelstraße zwischen Bastille und Nation: ihre Werkstatthöfe liegen hinter Toreinfahrten und öffnen werktags.

Viertel ansehen

Blick über einen der Grands Boulevards mit einer langen Reihe heller Häuserfassaden, grünen Kuppeln am Dach, Platanen auf dem Gehsteig, Motorrollern am Bordstein und Ladenlokalen im Erdgeschoss
2e / 9e / 10e

Grands Boulevards

Theater & Verkehr

Zehn Boulevards auf einer abgerissenen Stadtmauer — und die Frage, was davon heute noch spielt.

Viertel ansehen

Die Nordseite der Île de la Cité von der Seine aus: die vier Türme der Conciergerie, die Fassade des Justizpalasts, dahinter die Turmspitze der Sainte-Chapelle, davor der Quai de l'Horloge
1er / 4e

Île de la Cité

Gotik & Baustelle

Neun Brücken, zwei gotische Ausnahmebauten und ein Vorplatz, der bis 2028 Baustelle bleibt.

Viertel ansehen

Die Île Saint-Louis von der anderen Seineseite: eine geschlossene Reihe heller Stadthäuser mit Mansarddächern über der Kaimauer, davor eine Pappelreihe und der untere Uferweg am Wasser
4e

Île Saint-Louis

Quais & Ladenzeile

Eine Längsstraße, vier Quais, keine Metro — und ein Öffnungszeitenproblem.

Viertel ansehen

Blick in die Rue des Rosiers im Marais mit Ladenfronten und Passanten
3e / 4e

Le Marais

Boutiquen & Falafel

Enge Gassen, Renaissance-Höfe und die beste Sonntagsöffnung der Stadt.

Viertel ansehen

Der klassizistische Säulenvorbau des Pavillon Carré de Baudouin über einer Rasenfläche mit Zeder
20e

Ménilmontant

Quellen & Treppengassen

Der Hang zwischen Belleville und dem Père-Lachaise, mit Quellhäuschen und Gassen ohne Durchfahrt.

Viertel ansehen

Treppenstraße auf dem Montmartre mit Laternen und Blick über die Dächer
18e

Montmartre

Aussicht & Treppen

Oben das Panorama, hinter der Kirche das Dorf, das noch übrig ist.

Viertel ansehen

Die rote Markise der Brasserie La Rotonde an der Ecke Boulevard du Montparnasse und Boulevard Raspail, davor Platanen und der Metroeingang Vavin
6e / 14e / 15e

Montparnasse

Brasserien & Gräber

Die Brasserien der zwanziger Jahre stehen noch. Die Ateliers dahinter nicht mehr.

Viertel ansehen

Alltagsansicht der Rue Oberkampf mit Altbauten, Wohnblock, Platanen und geparkten Rollern
11e

Oberkampf

Bars & Werkstattgassen

Die Bar-Achse des 11. Bezirks: tagsüber unauffällig, nach Mitternacht die lauteste Straße im Osten.

Viertel ansehen

Schwarzweißaufnahme des Stahlbogens der Passerelle Debilly über der Seine, auf dem Steg darunter einzelne Fußgänger
16e

Passy und Trocadéro

Villenstraßen & Stille

Hinter der Museumsachse am Trocadéro liegt ein Dorf aus drei Straßen, das kaum jemand betritt.

Viertel ansehen

Die Place Pigalle mit Brunnenbecken, Platanen und Haussmann-Fassaden, im Hintergrund ein Linienbus
9e / 18e

Pigalle

Bühnen & Wohnstraßen

Oben Konzertsäle und Reisebusse, hundert Meter südlich Wohnstraßen von 1820.

Viertel ansehen

Die Fassade der Sorbonne mit Kuppel im Quartier Latin
5e

Quartier Latin

Studenten & Kuppeln

Sorbonne, Panthéon und die schmalste Straße der Stadt.

Viertel ansehen

Der Turm der Abteikirche Saint-Germain-des-Prés über den Dächern des 6. Arrondissements
6e

Saint-Germain-des-Prés

Buchläden & Cafés

Das literarische Paris, heute mit teureren Mieten und gleichem Kaffee.

Viertel ansehen

02 — Sehenswürdigkeiten

Die Pflichtstücke,
richtig getaktet

03 — Anreise

Mit dem Zug,
mitten in die Stadt

Aus dem Südwesten Deutschlands ist der TGV dem Flugzeug von Tür zu Tür überlegen — er setzt am Gare de l'Est ab, also mitten im 10. Arrondissement, statt vierzig Minuten RER-Fahrt vor der Stadt.

Alle Bahnverbindungen

04 — Reise-Tipps

Was man vorher weiß

01

Navigo Easy statt Einzelticket

Die aufladbare Karte gibt es am Automaten. Zehn Fahrten kosten damit deutlich weniger als zehn einzelne Tickets.

02

Museen am ersten Sonntag

Viele Häuser sind dann kostenlos — dafür deutlich voller. Wer das nutzt, sollte zur Öffnung da sein.

03

Mittags essen, abends bummeln

Das Formule-Mittagsmenü kostet in vielen Bistros etwa die Hälfte der Abendkarte, bei gleicher Küche.

04

Zu Fuß statt Metro

Zwischen zwei Stationen liegen selten mehr als zwölf Gehminuten — oberirdisch und mit deutlich mehr Stadt.