Louvre Museum Paris

Louvre Museum Pyramide

Louvre Museum Pyramide

Der Louvre gehört zu Paris wie der Eifelturm oder die Seine. Der Name des im Zentrum
von Paris liegenden Schlossensembles geht wahrscheinlich auf die Bezeichnung „Luperia“ – Wolfsbau – zurück und erinnert an den eigentlichen Zweck seiner Erbauung. Errichtet wurde der Louvre im 12. Jahrhundert unter Philipp-August als wehrhafte Burg zum Schutz des rechten Seineufers. Seitdem befindet er sich quasi im Bau. Immer wieder haben die Herrscher Frankreichs Veränderungen an ihm vorgenommen.

Zunächst wurde er durch Karl V. zum Wohnsitz im Stil einer Residenz umgebaut, aber erst im 16. Jahrhundert tatsächlich als solcher genutzt. Ludwig der XIV., der nach Versailles umzog, hinterließ faktisch eine Ruine, die immer weiter verfiel. Schließlich wurde der verwahrloste Bau von der Stadt Paris übernommen und bot nun der Académie francaise sowie Künstlern und Händlern Domizil.

Louvre Museum Paris

Louvre Museum Paris

Ausgerechnet die Revolution war es, die dem Louvre seine heutige Bedeutung gab. Per Dekret wurde 1791 festgelegt, im Palast bedeutende Werke aus Kunst und Wissenschaft zu sammeln und so wurde 1793 das erste öffentliche Museum Frankreichs eröffnet.
Nach einer weiteren wechselvollen Geschichte wurde der Louvre 1980 einer Generalüberholung unterzogen und sollte nach dem Willen des damaligen Präsidenten Mitterand zum größten Museum der Welt werden. Ihm und dem Architekten Ieoh Ming Pei verdankt der Louvre die gläserne Pyramide im Innenhof, die sich zu einem Wahrzeichen von Paris entwickelt hat. Trotz des anfänglichen Spottes und heftiger Kontroversen wurde sie 1989 eröffnet und bildet den Haupteingang zum Museum des Louvre.

Wer dieses Museum und alle seine Abteilungen besichtigen möchte, der muss viel Zeit mitbringen. Es lohnt auf alle Fälle. Neben der unvorstellbar großen Gemäldegalerie mit der berühmten „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci beherbergt der Louvre faktisch einen Streifzug durch die Geschichte, angefangen vom 12. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit. Die griechische und römische Antikensammlung sucht ihresgleichen und wurde schon 1821 mit dem Aufkauf der Venus von Milo begründet.

In der Ausstellung über das alte Ägypten kann sich der Besucher mit dem Leben und der Arbeitsweise der Bauern am Nil vertraut machen. Auch Babylon und Mesopotamien wurden Ausstellungsräume gewidmet.