Börse Paris

Bereits 1724 wurde die Pariser Börse als besonderes Gebäude für die Händler errichtet. Erste Transaktionen wurden nach dem Gesetzt des Aktienhandels von Handelsagenten durchgeführt. Am 24. September 1724 wurde ein Dekret vom Staatsrat ausgestellt, welches Frauen das Betreten der Börse untersagte. Dieses Gesetz wurde erst 1967 wieder aufgehoben. Laut Beschluss vom 30. März 1774 wurde ein Platz „Le Parquet“ in der Börse benannt, der den Handel insbesondere durch ein Geschrei regelte. Bis dahin wurden Transaktionen an verschiedenen Orten auf verschiedene Weise durchgeführt.

Am 23. März 1793 wurde die Börse geschlossen (1789 begann die französische Revolution) und erst wieder 1801 zur Zeit Napoleons geöffnet. 1786 gab es 60 Händler in der Börse, 1801 waren es bereits 71. 1801 gab Napoleon den Auftrag zum Bau eines neuen Gebäudes „Palais Brongniart“ – Palast der Börse, das Gebäude wurde 1826 fertig gestellt.

In den Jahren 1850-1860 begann die Blütezeit der Pariser Börse. Der Umsatz wurde verdreifacht und Paris nahm einen festen Platz unter den europäischen Handelsplätzen ein. 1900 wurden bereits mehr als 800 Wertpapiere (Aktien und Anleihen sowie über 300 Ausländische Papiere) gehandelt. Bis in die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde noch mittels Parkethandel gehandelt. Erst 1989 wurde ein vollautomatisches, elektronisches Handelssystem eingerichtet.

Im Jahr 2000 gründete die Pariser Börse mit den Handelsplätzen aus Brüssel und Amsterdam die Euronext. Diese Börse ist nach der London Stock Exchange die zweitgrößte Börse in Europa.

Der wichtigste Index in Frankreich ist Cac 40, vergleichbar mit dem DAX 30 in Deutschland. Dort sind die 40 umsatzstärksten Unternehmen gelistet.

Sitz der Pariser Börse: 28 Place de la Bourse, 75002 Paris, Frankreich